50 Jahre – Das Ende einer unendlichen Geschichte?

Veröffentlicht am 10.01.2009 in Kommunales

Seit über 50 Jahren ringt die Gemeinde Bellheim um eine Umleitung des Durch-gangsverkehrs auf der L 509, die den Ort von West nach Ost durchquert. Nachdem verschiedene Alternativen einer Nordumgehung nach heftigen Protesten in den 80er Jahren ausgeschieden wurden, ging nunmehr eine Variante der Südumgehung in die Planfeststel-lung.
Die geplante L509neu soll im Wesentlichen den Durchgangsverkehr von Bellheim aufnehmen und dadurch die Ortsdurchfahrt von Bellheim entlasten. Die L 509alt verläuft mitten durch den Ortskern und stellt die Kommune bei der Gestaltung der Ortskerne vor unlösbare Aufgaben. Der Verkehr wird zur Zeit stark behindert. Parkende Fahrzeuge, Signalanlage, Fußgänger- und Radfahrerver-kehr, Einmündungen in der 2 km langen Hauptstraße führen zu gehäuften Unfällen, stören den Verkehrsfluss. Lärm- und Abgasemissionen führen zu einer verminderten Wohnqualität. Wohnun-gen und Häuser verloren an Verkehrswert. Die Innerortslage wurde für Geschäfte unattraktiv.

Die neue L 509 soll einen Teil der 10.700 Kfz/24h aufnehmen, die Bellheim in Ost-West- und West-Ostrichtung durchqueren. Im weiteren Ausbau werden Knittelsheim und Ottersheim entlastet. In den Orten wird dadurch auch eine erhebliche Verbesserung der Verkehrssicherheit erreicht. Nach neuen verkehrslenkenden Maßnahmen eröffnen sich für das Kleinzentrum Bellheim neue Entwicklungspotentiale.
Im Zuge der Planfeststellung hat die Gemeinde Anregungen der betroffenen Bürger aufgenommen. Der Landesbetrieb Mobilität hat davon einen Teil geprüft und eine Realisierung in Aussicht gestellt. Dazu gehören: Bau eines Richtungsanschlusses an die B 9, Unterführung der unterbro-chenen Wegeführung am Hördter Weg in ca. 150 m Entfernung vom Kreuzungsbauwerk, Beibe-haltung der Wirtschaftswegbrücke in Verlängerung der Karl-Silbernagel-Straße, direkte Anbindung einer möglichen Westspange von Bellheim direkt an den Kreisverkehrsplatz bei dem Ortseingang im Westen, Wiederherstellung der funktionsfähigen Beregnungsanlagen im Bereich der landwirtschaftlichen Flächen, Anlage des überwiegenden Teils der Ausgleichsflächen außerhalb der wertvollen Ackerflur und außerhalb des ökologisch wertvollen „Auchtweide-Geländes“, Einhaltung der gesetzlich geforderten Emmissionsgrenzwerte – insbesondere im Bereich Häßlich-Berg, wobei zusätzlich gewünschte Lärmschutzmaßnahmen in Höhe von 300.000,- € von der Gemeinde zu tragen wären.
Der Gemeinderat und die Verwaltung haben sich für die baldige Realisierung der Maßnahme ausgesprochen und damit ein Zeichen gesetzt gegen Extrempositionen, wie sie von unterschied-lichen Gruppeninteressen geleitet, vorgetragen werden. Die SPD Bellheim vertraut auf die Stabili-sierung des Konsenses, der für den Frieden im Ort von außerordentlicher Bedeutung ist. Hoffnung macht uns auch, dass der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, seine Unterstützung bei der Realisierung zugesagt hat, wenn endlich das Baurecht geschaffen ist.

Bundesticker

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