SPD: „Das gute Bildungsangebot in Bellheim erhalten und ausbauen“
Die SPD-Fraktion im Bellheimer Gemeinderat weist darauf hin, dass mit dem „Bundesgesetz zur ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter“ (Ganztagsförderungsgesetz – GaFöG) erstmals ein bundesweiter Rechtsanspruch auf eine ganztägige Förderung von Grundschulkindern festgelegt wurde. Dieser muss ab dem kommenden Schuljahr 2026/2027 zunächst für die Erstklässler umgesetzt werden.
Die SPD-Fraktion setzt sich seit über 30 Jahren für bedarfsgerechte Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote für Bellheimer Kinder ein. So errichtet die Ortsgemeinde Bellheim bereits 2002 auf Antrag der SPD auf eigene Kosten einen Anbau an die Grundschule mit vier zusätzlichen Schulräumen und einem zweigruppigen Hort im Untergeschoss und konnte so das Bildungsangebot für unsere Kinder deutlich verbessern. 2006 wurde nach „mehrjährigem Kampf“ mit den damaligen Elternsprechern endlich die Ganztagsschule in Angebotsform (GTS) eingerichtet, die ein beitragsfreies ganztägiges Schulangebot von montags bis donnerstags ermöglichte. Ergänzt wurde diese GTS durch die Ergänzte Ganztagsschule (EGT), die ein von der Gemeinde Bellheim mitfinanziertes freiwilliges Angebot darstellt und die Freitagsnachmittage und fünf Wochen der Schulferien abdeckte. Und schließlich wurde von der Ortsgemeinde Bellheim die Betreuende Grundschule (BGS) eingerichtet und mitfinanziert, die Betreuungsbedarfe zwischen 7 und 8 Uhr morgens sowie 12 Uhr und 14 Uhr mittags abdeckt.
Da nun der Bundesgesetzgeber aber eine bedarfsgerechte ganztägige Förderung an allen Werktagen und in acht der zwölf Ferienwochen vorschreibt, müssen aus Sicht der SPD-Fraktionsvorsitzenden Sigrid Weiler die bereits bestehenden Angebote den neuen gesetzlichen Bestimmungen angepasst werden. Für die Umsetzung des Rechtsanspruches ist nämlich per Gesetz der öffentlichen Träger der Jugendhilfe, sprich der Landkreis Germersheim zuständig. Er muss den Bedarf erheben, die Angebote vorhalten und auch finanzieren. Deswegen hat das SPD-Ratsmitglied Rainer Strunk in der letzten Gemeinderatssitzung den einstimmig beschlossenen Antrag gestellt, dass eine qualifizierte Bedarfserhebung durchgeführt wird, in der die Eltern der Kinder angeschrieben werden. Dabei wird sich zeigen, ob das bisherige fünfwöchige Ferienangebot ausreichend sein wird oder ein längerer Bedarf bis zu acht Wochen besteht. Zudem soll Bürgermeister Job den Landkreis Germersheim schriftlich auffordern, die ungedeckten Kosten für die Angebote der Ergäntzen Ganztagsschule zu übernehmen, da dies nun Aufgabe des Landkreises sei.