
SPD: "Bitte etwas für die vergessenen Kinder von Bellheim tun"
Unterschriftenliste an Landrat Brandl übergeben
Im Rahmen des Kommunalwahlkampfes 2024 hatte der SPD Ortsverein Bellheim-Knittelsheim-Zeiskam eine Unterschriftenaktion durchgeführt. Etwas über 500 Menschen aus der Verbandsgemeinde Bellheim hatten die Forderung der Sozialdemokraten unterschrieben, dass auch in Bellheim ein Gymnasium oder eine Integrierte Gesamtschule eingerichtet wird, damit die Kinder aus der Verbandsgemeinde in Bellheim selber die Chance bekommen, neben der Mittleren Reife auch das Abitur erreichen zu können. Dies wird von den Genossen als notwendig angesehen, da die Schülerzahlen in der Verbandsgemeinde Bellheim, wie in anderen Kommunen des Landkreises auch, ansteigen. Zudem würden bereits seit Jahrzehnten fast 50% der Schüler von weiterführenden Schulen in die Städte Landau und Speyer sowie den Landkreis Südliche Weinstraße auspendeln. Da aber auch dort die Schülerzahlen ansteigen, haben diese Kommunen bereits in Erwägung gezogen schon in naher Zukunft weniger oder keine Schüler aus dem Landkreis Germersheim mehr aufzunehmen. "Auf diese Situation müssen wir uns vorbereiten" fordert deshalb Sigrid Weiler, Fraktionsvorsitzende im Bellheimer Gemeinderat. Bei einem Gespräch mit Landrat Brandl über die Situation im Landkreis und möglichen Optionen für Bellheim wurde die Unterschriftenliste übergeben. Dabei forderte Rainer Strunk, SPD-Ortsvereinsvorsitzender von Bellheim, vom Landrat: "Bitte erstellen Sie zeitnah eine Fortschreibung des Schulentwicklungsplans für den Nordteil des Landkreises". Und weiter: "Bitte vergessen Sie dabei nicht die besondere Situation der Kinder aus den Verbandsgemeinden Bellheim und Lingenfeld. Diese haben ebenso wie die Kinder aus dem Südkreis das Recht auf eine qualifizierte und vor allem auch wohnortnahe Beschulung bis zum Abitur". Abschließend fragten die Bellheimer Genossen: "Warum wird von unseren Kindern erwartet weiterhin auszupendeln und lange Fahrzeiten in Kauf zu nehmen während, sich alle Parteien einig sind, dass für benötigte Plätze im Südkreis Millionen Euros für neue Schulen zur Verfügung gestellt werden?"