Kreis übernimmt Vorschläge der Bellheimer SPD

Veröffentlicht am 07.12.2007 in Features

Der SPD-Ortsverein Bellheim freut sich, dass seine vor einem Jahr gemachten Vorschläge an möglichst vielen Orten im Landkreis Integrierte Gesamtschulen (IGS) einzurichten zwischenzeitlich von Landrat Dr. Brechtel aufgegriffen wurden. Die Sozialdemokraten lehnen aber den Vorschlag des Landrates ab, wonach die Verbandsgemeinden 100% der Betriebskosten der IGS übernehmen sollen. Hierin sehen sie eine unverhältnismäßige einseitige Belastung vor allem der Kommunen, die bisher eine Hauptschule unterhalten.

Grundsätzlich freuen sich die Bellheimer Sozialdemokraten, dass nun auch der Kreis auf die Linie einschwenkt, dass möglichst viele Kommunen eine Integrierte Gesamtschule (IGS) erhalten sollen. In der IGS sehen sie gegenüber der neuen Schulform Realschule Plus die deutlich qualitativ bessere, umfassendere und integrativere Alternative.

Wenn jeweils zwei benachbarte Kommunen (Wörth und Jockgrim/Rheinzabern sowie Rülzheim und Bellheim) eine gemeinsame IGS erhalten würden könnten so trotz zurückgehender Schülerzahlen langfristig in allen vier Kommunen Schulangebote für Schüler mit Hauptschul- und Realschulbegabung gesichert werden. Zudem bestünde eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es an zwei der vier Standorte eine gymnasiale Oberstufe gibt, wodurch das schulische Angebot im Landkreis noch einmal verbessert würde.

Wichtig sei es zudem durch die neuen IGS-Oberstufen die Anzahl der aus dem Landkreis auspendelnden Gymasiasten zu reduzieren. Um dies zu erreichen müssten Eltern aber bereits zum Umschulungszeitpunkt in die 5. Klasse wissen, an welchen zwei der vier IGS-Standorte mit Sekundarstufe Eins später gymnasiale Oberstufen eingerichtet werden. „Eltern wollen nicht, dass Ihr Kind nach der 10. Klasse die Schule und damit seine Freunde noch einmal wechseln muss. Wir haben deshalb die große Sorge, dass Eltern ihre Kinder weiterhin beispielsweise in Landau anmelden werden, wenn Sie nicht wissen, dass es an der neuen IGS auch eine Oberstufe geben wird“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende im Verbandsgemeinderat Rainer Strunk. Deshalb sollte schon jetzt beraten werden, an welchen zwei der vier Standorte die gymnasialen Oberstufen eingerichtet werden. Dabei müssten aus Sicht der Sozialdemokraten einerseits die für die Einrichtung einer Oberstufe notwendigen baulichen Kosten eine Rolle spielen, andererseits aber auch, ob es schon ein gymnasiales Angebot vor Ort gibt. Hier sei der Landkreis in der Pflicht nach finanziellen und strukturellen Aspekten zu steuern, so Strunk.

Den ersten Finanzierungsvorschlag von Landrat Brechtel, wonach die Kommunen anfänglich 100% der Betriebskosten tragen sollen, lehnen die Bellheimer Sozialdemokraten ab, da so die zusätzlichen Kosten einseitig und übermäßig auf die Kommunen verschoben werden, die bisher eine Hauptschule unterhalten (Bsp. Bellheim und Rheinzabern/Jockgrim). Diesen Vorschlag habe die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion wohl auch als „rechtswidrig“ angesehen und abgelehnt. „Wir haben doch das gemeinsame Ziel die Schulstandorte im Landkreis zu verbessern und dafür müssen wir dann auch gemeinsam die finanziellen Lasten tragen“, meint diesbzgl. die neue SPD-Ortsvereinsvorsitzende Sigrid Weiler. Deshalb wird die SPD-Fraktion im VG-Rat vorschlagen, dass jeder der bisherigen Schulträger sich auch weiterhin bei einer IGS finanziell beteiligt (Beispiel ¾ zu ¼ oder 2/3 zu 1/3). Diese Regelung soll solange gelten bis im Rahmen der Kommunal- und Gebietsreform und der damit einhergehenden Neuregelung des Kommunalen Finanzausgleiches die Schulträgerschaften und deren Finanzierung abschließend neu geregelt werden.

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